Selbst gemachter Ricotta

von Kirsten Rowlin
Ricotta-Rezept

Ein großer Traum von mir ist, irgendwann einmal meinen eigenen Käse herzustellen. Da es mir aber, wie bei so vielem, an Platz und Zeit fehlt, fange ich mal klein an. Selbst gemachter Ricotta ist doch schon mal ein guter Start. Und das beste daran ist, es geht schnell, man benötigt keine besonderen Utensilien und er schmeckt richtig gut.

Am leckersten finde ich den Ricotta aus frischer Milch vom Schaf. Leider ist die Milch hier schwer zu bekommen. Ricotta aus Kuhmilch ist auch nicht zu verachten, kein Vergleich zu dem Supermarkt-Ricotta. Mit H-Milch von der Ziege habe ich es auch probiert, bin aber total gescheitert. Ich denke, es liegt an der H-Milch und nicht an der Ziege. Also für die Ricotta-Herstellung am besten eine so wenig wie möglich behandelte Milchsorte nehmen, damit klappt es zumindest bei mir am sichersten. Und je höher der Fettgehalt der Milch ist, umso größer ist die Ricotta-Ausbeute.

Ricotta (von lat. recocta “nochmals gekocht”) ist ein italienischer Frischkäse, der normalerweise ein anfallendes Nebenprodukt bei der Käseherstellung ist. Er wird zum Verfeinern von Saucen, als Brotaufstrich, für Snacks, zum Füllen von Ravioli, Fleisch oder Gemüse, für Pizza, als Dessert oder zum Backen verwendet.

Ricotta-Rezept

Selbstgemachter Ricotta

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Menge: für ca. 200 g bis 300 g
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat
Bewertung 3.5/5
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Zutaten

  • 1 L Vollmilch von der Kuh oder vom Schaf (wenn möglich Vorzugsmilch)
  • 1/4 TL Salz
  • 4 EL Zitronensaft

Außerdem:

  • 1 sauberes Tuch (Geschirrtuch, Mullwindel oder ähnliches)
  • 1 großes Sieb oder Durchschlag
  • Thermometer

Zubereitung

Die Milch wird mit dem Salz erhitzt, bis sie eine Temperatur von 80 °C bis 90 °C erreicht hat. Der Topf wird von der heißen Herdplatte genommen und der Zitronensaft dazu gegeben. Langsam wird der Zitronensaft für ca. 30 bis 60 Sekunden eingerührt. Wenn alles richtig gelaufen ist, gerinnt die Milch jetzt. Nun deckt man den Topf mit dem sauberen Tuch ab und lässt sie für 30 Minuten ruhen.

Nach der Ruhezeit wird das Sieb / der Durchschlag mit dem Tuch ausgelegt, auf eine große Schüssel oder einen weiteren Topf gesetzt, die Milch darin abgegossen und für einige Minuten oder auch Stunden, je nachdem, wie trocken man ihn haben möchte, zum Abtropfen stehen gelassen. Das, was in dem Tuch hängen bleibt, ist der Ricotta. Die Flüssigkeit, die abläuft, sollte glasig mit einer gelblich grünen Farbe sein. Ist sie immer noch sehr milchig weiß, kann der Vorgang mit dem Erhitzen und dem Zitronensaft noch einmal wiederholt werden. Man hat dann wahrscheinlich zu schnell oder zu kurz den Zitronensaft eingerührt.

Entweder verarbeitet man ihn gleich weiter oder man füllt ihn in ein sauberes, verschließbares Glas. Im Kühlschrank bleibt er ein paar Tage frisch. Solltest Du zu viel Ricotta hergestellt haben, kannst Du ihn auch einfrieren.

Und was macht man mit der aufgefangenen Flüssigkeit? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht und habe sie bisher weggeschüttet. Vielleicht magst Du sie so trinken, den Smoothie damit strecken oder verfeinern oder sie zum Backen verwenden. Mein Geschmack ist sie nicht.

Selbst gemachter Ricotta