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Eibisch, echter – Althaea officinalis

von Kirsten Rowlin
Althaea officinalis

Weitere Namen: Samtpappel, Sumpfmalve, Schleimwurzel

Der Echte Eibisch wurde vom griechischen Arzt Hippokrates wegen seiner wundheilenden Kraft bereits 400 v. Chr. gerühmt. Allgemein bekannt wurde das Malvengewächs durch die Benediktiner im Mittelalter.

Hildegard von Bingen empfahl die Heilpflanze gegen Fieber, andere Kräuterkundige als schleimlösendes Mittel. In der Renaissance wurde die Pflanze hauptsächlich verwendet, um Halsentzündungen, Magenverstimmungen und Zahnschmerzen zu kurieren.
Die Römer nutzten den köstlichen Geschmack der Samtpappel übrigens zum Würzen von Gerstensuppe und zum Füllen von Spanferkel.

Aus den Wurzeln des Echten Eibisch wurden früher Marshmallows (englisch: marsh mallow -> deutsch: Sumpf-Malve) hergestellt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Substanz aus der Eibischwurzel durch Gelatine ersetzt.

Wildlebende Pflanzen sind geschützt und dürfen nicht gesammelt werden!

Pflanzenhöhe: ca. 80 bis 160 cm

Blütenfarbe: weiss – rosa

Blütezeit: Juli bis September

Standort: sonnig

Bodenart: warme Lage, normal durchlässig, gerne etwas feuchter

Verwendung: Heilstaude in der Naturheilkunde, Wurzelstück wurde früher als Schnullerersatz genommen, kandierte Wurzelstücke als Erkältungsmittel, junge Triebe und Blätter verwendet man als Salat und Gemüse, Teepflanze, Bienenweide, Bauerngartenstaude

Eigenschaften: winterhart, mehrjährig

Naturheilkunde: Eibisch ist sehr nährstoffreich und wird daher auch als Kräftigungsmittel eingesetzt; Tee (1 gehäufter Teel. getrocknete Blätter für 1 bis 2 Stunden mit kaltem Wasser ansetzen, häufig umrühren, abseihen und erwärmt trinken) soll bei Erkrankungen der Atmungsorgane, Husten, Heiserkeit, Magen- und Darmkatarrh helfen; Pflanzenbrei zur Wundheilung, Breipackungen aus der pulverisierten Wurzel bei Hauterkrankungen und gequetschte Blätter auf Insektenstiche gelegt, dienen.

Inhaltsstoffe: Schleim, Pektin, Stärke, Zucker, Asparagin, Fett, Mineralien, Betain und einen lezithinähnlichen Wirkstoff.

Althaea officinalis

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