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Topinambur – Helianthus tuberosus

von Kirsten Rowlin
Helianthus tuberosus

Weitere Namen: Jerusalemartischocke, Diabetiker-Kartoffel

Topinambur stammt ursprünglich aus Nord- und Mitteleuropa. Wurden die Nahrungsvorräte im Winter und im Frühjahr knapp, griffen viele Indianervölker auf die Knolle zurück, da Topinambur Temperaturen bis -30 °C verträgt und ohne weiteres geerntet werden kann, wenn der Boden nicht durchgefroren ist.

Anfang des 17. Jahrhunderts gelangte die Knolle dann durch französische Seefahrer nach Frankreich und fand bald ihren Weg in die Gärten und auf die Felder Europas.

Die Knollen sind voll mit gesunden Inhaltsstoffen. Sie enthalten  z. B. mehr blutbildendes Eisen als gekochter Spinat.

Topinamburpflanzen sind eng mit der Sonnenblume verwandt, haben allerdings kleinere Blüten. Trotzdem haben sie im Garten eine schöne Schmuckwirkung. Sie können auch im Sommer als Sicht- und Windschutz eingesetzt werden.

Pflanzenhöhe: bis 300 cm

Pflanzabstand: ca. alle 30 cm x 30 cm eine Knolle, ca. 5 bis 10 cm tief

Standort: sonnig bis halbschattig

Bodenart: normale Gartenerde

Ernte: unterirdische Knollen, im Frühjahr, Herbst und Winter

Verwendung: Die Knolle kann mit oder ohne Schale gegessen werden (roh über Salat geraspelt oder auf Brot, geröstet, gekocht oder gebacken). Allerdings sagt man der Schale eine besonders blähende Wirkung nach. Wer empfindlich ist, sollte die Knollen also lieber schälen.

Heilpflanze, Bienenweide

Eigenschaften: Knollen sind winterhart bis -30°C, mehrjährig, nicht geerntete Knollen treiben wieder aus; geerntete Knollen können wie Kartoffeln eingelagert werden. Die Knollen lassen sich auch, in ein feuchtes Tuch gewickelt, einige Tage im Kühlschrank lagern. Die Ernte direkt aus dem Beet ist aber vorzuziehen, da das Fruchtfleisch schnell an Feuchtigkeit verliert.

Die Topinamburknollen können in der Größe und im Aussehen variieren. Manche sind knorrig und erinnern an Ingwer, andere sind klein und glatt.

Naturheilkunde: Sehr gut geeignet für Diabetiker; soll Heißhunger auf Süßes bremsen, da die Fructose direkt ohne Zutun von Insulin in den Stoffwechsel gelangt. Mahlzeiten fallen kleiner aus, da die Knollen schnell und angenehm sättigen; der Blutzuckerspiegel soll positiv beeinflusst, die Darmflora verbessert werden.

Inhaltsstoffe: Enthält viele Kohlenhydrate, Fruchtzucker, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor; Stärke, Eiweiß, Vitamine B1, 2, 6, C, D; Betain, Carotine, Cholin, Aminosäuren, ungesättigte Fettsäuren, Saponine, Biophenole und viel Inulin (17 %), aber kaum Nitrat.

Helianthus tuberosus

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