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Wegwarte, gemeine – Cichorium intybus

von Kirsten Rowlin
Cichorium intybus

Weitere Namen: Wilde Zichorie
Die Wegwarte wurde von der “Stiftung Naturschutz Hamburg” zur Blume des Jahres 2009 gewählt und ist die Heilpflanze des Jahres 2020.

Nach einer Volkssage ist die Wegwarte ein verzaubertes Mädchen, das am Wegesrand auf ihren Geliebten wartet. Berührt man den Partner mit der Wurzel, darf man sich dessen Liebe sicher sein. Gräbt man die Wurzel mit einem Stück Holz aus, in das der Blitz eingeschlagen hat, ist man gegen Unheil geschützt.
Die Wegwarte wurde bereits im alten Ägypten und bei den Römern und Griechen als wichtiges medizinisches Kraut und als Salat- und Gemüsepflanze genutzt.

Pflanzenhöhe: ca. 30 cm bis 130 cm

Blütenfarbe: blau

Blütezeit: Juli bis September

Standort: sonnig bis halbschattig

Bodenart: normal durchlässig, tiefgründig (wenn man die Wurzeln ernten möchte)

Verwendung: Heilpflanze in der Naturheilkunde, junge Blätter und Blüten als Salatpflanze, Wurzeln als Gemüse oder Kaffee-Ersatz (Blümchen-Kaffee, Muggefuk), Färbepflanze (für ein blaues Färbemittel die Blüten kochen)

Eigenschaften: Blüten öffnen sich zur Sonne hin und schließen sich ca. fünf Stunden später wieder; mehrjährig, winterhart

Naturheilkunde: Ein Tee (2 – 4 g Blätter und Blüten pro Tasse) soll den Gallenfluß anregen, dadurch hilfreich bei Gallensteinen; es soll harntreibend wirken; wird bei Gicht und Rheuma verwendet, denn das Kraut soll den Harnsäurewert senken; Sirup aus den Wurzeln wird als Abführmittel eingesetzt.

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe (Intybin), Inulin, wenig ätherisches Öl, Harze, Glykoside

VORSICHT: Übermäßiger und ausdauernder Genuss kann die Netzhaut beeinträchtigen.

Cichorium intybus

Cichorium intybus

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